Das Personalwesen der Zukunft und RPO

26.11.2019

 

 

Heute benutzen wir mal das böse Wort mit O: Outsourcing. Generell eher ein bisschen negativ belastet, wollen wir an dieser Stelle mal das Image des Outsourcings ein bisschen aufpolieren. Im speziellen soll es in diesem Beitrag um das RPO (=“Recruitment Process Outsourcing“) gehen und wieso es einen zentralen Bestandteil in einer unternehmerischen Personalabteilung der Zukunft ausmachen kann.

 

Aber zunächst kurz zur Definition. Bei einem RPO werden Teile oder der komplette Rekrutierungs-Prozess an eine externe Stelle ausgelagert. Heisst, im letzteren Fall zum Beispiel brieft man das beauftragte Unternehmen, nach was für einer Person man auf der Suche ist, und diese veröffentlichen die Stellenanzeige, prüfen eingehende Bewerbungen und begeben sich auch proaktiv auf die Suche nach geeigneten Kandidaten, die aktuell in Anstellung sind und möglicherweise nur mit dem Gedanken spielen, vielleicht eine neue Stelle zu suchen. In weiteren Verlauf findet hier eine erste Einschätzung, z.B. bei einem ersten Interview, statt, die an das Auftrags-Unternehmen weitergegeben wird.

 

Oftmals wird dies noch in den zuständigen Personalabteilungen gemacht. Das macht Sinn, wenn den zuständigen Personen generell klar ist, wonach sie suchen und was diese Person genau können soll. Bei komplexeren Stellen wird es aber nun ein wenig schwieriger oder aber, wenn es gerade einen Peak gibt, in dem viele Personen auf einmal eingestellt werden sollen und dieser Personalaufwand so gar nicht einkalkuliert ist. Hier bleibt für Active Sourcing – also das Suchen nach geeigneten Kandidaten, die sich nicht aktiv beworben haben – nur selten Zeit. Dafür ein entsprechend grosses Team allein für die Funktion des Recruitings einzustellen, lohnt dann oftmals nicht. Ein anderer Punkt ist in diesem Zusammenhang auch der Aufbau und die Pflege eines Talentpools. Heisst, potentiell gute Kandidaten für das Unternehmen wollen schon vorab das Gefühl haben, dass sich gut um sie gekümmert wird. Die Bewirtschaftung dieses Pools ist ebenfalls eine Aufgabe, die mit einem gewissen Zeitaufwand verbunden ist.

 

Zeit ist sowieso immer der Faktor und selten gibt es genug davon in einem ganzen Arbeitstag. (Sie kennen das.) Wie kann nun also RPO dabei behilflich sein, die Zukunft eines Unternehmens massgeblich mitzugestalten? Themen wie Work-Life-Balance werden immer wichtiger und so wird auch in Zukunft ein ganz grosses Thema sein, wie man die guten Mitarbeiter, die sehr gut in die Firma passen und tolle Arbeit leisten, längerfristig an das Unternehmen bindet. Sowas erfordert nicht nur Kreativität, sondern auch Empathie und vor allem Zeit. Zeit, um sich mit den Menschen zu beschäftigen, um zu sehen, wie sie ticken und was ihre persönliche Zufriedenheit ausmacht. Dazu möchten wir auf folgenden Artikel verweisen, der auflistet, was die häufigsten Gründe für das Kündigen von Mitarbeitern ist. Als Gründe werden hier unter anderem "Mangelnde Entwicklungsmöglichkeiten und Perspektivlosigkeit", sowie "der Mitarbeiter wird zu wenig gefordert" genannt. 

 

Dabei wird klar, dass, neben dem Gehalt, viele Faktoren eine Rolle spielen, die mit Mitarbeiterförderung zu tun haben. Um hier richtig ansetzen zu können bedarf es starker Leute mit guter Menschenkenntnis, die jedes Unternehmen wahrscheinlich bereits in ihrer Personalabteilung sitzen haben. Um diese Ressourcen benutzen zu können, muss die Entlastung an anderer Stelle erfolgen – die Nutzung des RPO erscheint hier eine naheliegende Lösung zu sein.

 

Und sollten Sie jetzt auch daran interessiert sein, Ihre Firma für die Chancen der Zukunft fit zu machen, freuen wir uns auf Ihre Kontaktaufnahme.

 

 

Luisa Schmidt - Talents4you